Zutaten
- 2 Tassen Sesamsamen
- 1 1/2 Tassen Mandeln
- 2 Tassen Weizenmehl
- 1 TL Zimtpulver
- 1 TL Anispulver
- 1/2 TL Ingwerpulver
- 1/4 TL Salz
- 1/2 Tasse Honig
- 1/2 Tasse (1 Stange) ungehaltene Butter, geschmolzen und abgekühlt
- 2 TL Orangenblütenwasser
- 2 EL Sesamsamen, geröstet, zum Wälzen
Zubereitung
Röste die Sesamsamen in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter häufigem Schwenken 3–4 Minuten, bis sie golden und duftend sind. Fülle in eine Schale um. Röste die Mandeln in derselben Pfanne 5–6 Minuten unter Rühren, bis sie hellbraun und duftend sind; lass sie abkühlen.
Röste das Mehl in der trockenen Pfanne bei mittlerer bis niedriger Hitze unter ständigem Rühren 6–8 Minuten, bis es eine warme, geröstete, café-au-lait-Farbe annimmt. Lass es nicht dunkel werden – es sollte nussig duften, nicht verbrannt. Vollständig abkühlen lassen.
Mahle die gerösteten Sesamsamen in der Küchenmaschine zu feinem Pulver. Gib die abgekühlten Mandeln dazu und pulse, bis sie fein gemahlen sind (nicht zu einer Paste weiterverarbeiten – ein feines, sandiges Mahl ist das Ziel).
Vermische in einer großen Schale die gemahlene Sesam-Mandel-Mischung, das geröstete Mehl, Zimt, Anis, Ingwer und Salz. Gut verrühren.
Schmelze die Butter und rühre Honig und Orangenblütenwasser ein, bis alles glatt ist. Gieße die flüssigen Zutaten über die trockenen und verknete mit den Händen zu einer bröseligen, geschmeidigen Masse. Sie sollte beim Drücken zusammenhalten, sich aber noch pudrig anfühlen – bei zu vielen Bröseln etwas mehr Honig, bei zu viel Feuchtigkeit mehr Mehl.
Forme die Masse zu kleinen Kugeln, etwa 1 1/2 EL je Kugel, und drücke fest, um sie zu verdichten. Wälze jede Kugel im reservierten gerösteten Sesam.
Bewahre das Sellou in einem luftdichten Behälter auf. Der Geschmack vertieft sich in den ersten Tagen, wenn sich Gewürze und Honig verbinden – nach einer Woche sind sie noch besser und halten bis zu einem Monat.
Tipps fürs Gelingen
- Die trockenen Zutaten müssen vollständig abgekühlt sein, bevor du sie mischst. Warmes geröstetes Mehl oder Sesam macht den Honig-Hausteig zu einer klebrigen, gummigen Masse. Röste, dann lass alles auf einem Blech vollständig auskühlen.
- Mahle die Samen und Nüsse zu einem feinen, sandigen Pulver, nicht zu einer Paste. Sellous Markenzeichen ist eine bröselige, auf der Zunge zergehende Textur – zu langes Mahlen macht es ölig und dicht. Pulsieren, dann stoppen.
- Drücke die Kugeln fest. Lockeres Sellou zerbröselt in der Dose und verteilt sich überall. Verdichte jede Kugel mit einem sanften Druck, bevor du sie im Sesam wälzt, damit sie beim Festwerden ihre Form behält.
Häufige Fragen
Warum wird Sellou in Marokko serviert, und wann?
Sellou ist ein geliebtes Ramadan- und Festgebäck, traditionell frischgebackenen Müttern gegeben und während des heiligen Monats mit Harira-Suppe und Minztee serviert. Man schätzt es, weil es nährt, das Süßbedürfnis stillt und wochenlang hält – praktisch für einen Monat abendlicher Feste.
Warum hält sich Sellou so lange?
Weil es keine Feuchtigkeit enthält, die verderben kann – das trocken geröstete Mehl, der Sesam und die Mandeln haben fast ihr gesamtes Wasser eingebüßt, und Honig und Butter wirken als Konservierungsmittel. In einem luftdichten Behälter bei Raumtemperatur hält sich Sellou bis zu einem Monat, ganz ohne Kühlschrank. Die Aromen vertiefen sich in der ersten Woche sogar.
Kann ich Sellou ohne Küchenmaschine machen?
Ja. Mahle den gerösteten Sesam und die Mandeln portionsweise in einer Gewürzmühle, oder kaufe gemahlenen Sesam und Mandelmehl und röste sie kurz nach. Die Textur wird etwas grober, aber der Geschmack ist genauso gut – achte nur darauf, dass alles fein gemahlen ist, nicht grob bleibt.
Kann ich Anis oder Orangenblüte weglassen?
Ja – Sellou ist flexibel. Wenn du keinen Anis hast, nimm etwas mehr Zimt oder gemahlenen Kardamom. Statt Orangenblütenwasser funktioniert Rosenwasser (die halbe Menge, da es intensiver ist) oder einfach ein paar Tropfen Vanille. Das warme Gewürz-Rückgrat zählt, der Rest ist Geschmackssache.
Verwendetes Equipment
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